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Kinder und Jugendliche werden heute im weitläufigsten Sinne mit Suchtmitteln konfrontiert. Das Spektrum reicht von illegalen Drogen über Nikotin und Alkohol bis hin zu übermäßigem Medienkonsum.
Doch gerade bei legalen Genussmitteln sind die Grenzen zum Missbrauch schwer zu ziehen. Daher ist es unerlässlich, dass Kinder und Jugendliche bereits früh eine reflektierte Haltung gegenüber Suchtmitteln verschiedenster Art erwerben. Auch soll von Beginn an ein konstruktiver Umgang mit Konflikten erlernt werden und die friedfertige Auseinandersetzung miteinander den Schulalltag prägen.
Die Anna-Schmidt-Schule ist sich dieser pädagogischen Herausforderung bewusst und bietet im Rahmen ihrer organisatorischen und personellen Möglichkeiten das Konzept der Primärprävention an.
Das Präventionskonzept der Anna-Schmidt-Schule wurde in den letzten Jahren um ein breites Spektrum an Maßnahmen erweitert, die der Suchtprävention dienen. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden vorstellen:
Das Präventionskonzept setzt bereits in der Grundschule mit Beginn der 1. Klasse an. Durch eine gezielte Stärkung und Festigung der Persönlichkeit kann ein Kind Strategien entwickeln, die das Suchtpotential vermindern. Die Reflektion von Konflikten ermöglicht den Kindern einen adäquaten Umgang zu verinnerlichen und Lösungswege zu finden.
Die pädagogische Ausrichtung zielt auf friedliches Zusammenleben, konstruktive Bewältigung von Konflikten und die Stärkung des Selbstwertgefühls. Auch hier sei auf das Curriculum „Faustlos“ verwiesen.
Im Rahmen der Suchtprävention der Anna-Schmidt-Schule existiert ein Netzwerk zwischen der Schulpsychologin, dem Beratungslehrer, den Verbindungslehrern und den Klassenlehrern/-innen.
Sie beraten und betreuen im Bereich von Familien-/Entwicklungs- und Schullaufbahnproblemen auf verschiedensten Ebenen. Ihr Aufgabenbereich gliedert sich in unterschiedliche Tätigkeiten.
Aufgabenbeschreibung des Beratungslehrers für Suchtprävention:
Die Schulpsychologin arbeitet eng mit dem Beratungslehrer bei der Diagnostik und Beratung zusammen.
Sie kümmert sich um weiterführende therapeutische Maßnahmen unter Einbeziehung anderer außerschulischer Institutionen.
Die Verbindungslehrer sind Ansprechpartner für Schüler. Sie unterstützen die Schülerschaft bei sinnvollen Aktivitäten. Sie fungieren als Vermittlungsinstanz zwischen den Lehrern und Schülern bei schulischen und außerschulischen Problemen und dienen zur Unterstützung der Schülerposition.
Themen zur Suchtprävention sind bereits im Fachunterricht für Politik und Wirtschaft und Biologie durch das Curriculum vorgesehen.
In den 5. und 6. Klassen finden in Zusammenarbeit mit der Naturschule Hessen mehrere eintägige Workshops statt. Ziel dieser Lerneinheiten ist die Stärkung von Empathie, Handlungskompetenz und Selbstwirksamkeit (z.B. durch das Einbringen individueller Fähigkeiten in die Lösung konkreter Problemsituationen) und die Förderung des Gemeinschaftsgefühls und der Konfliktfähigkeit.
Im Rahmen der Projektwoche wird für die Jahrgangsstufe 9 das Projekt „Moderne Jugendwelten“ durchgeführt. Dabei sollten die zu bearbeitenden Themen schüler-, handlungs- und problemorientiert bearbeitet werden. Maßnahmen wie z. B. ein Training zum Verhalten in Konfliktsituationen (Teamentwicklung), der Besuch von Einrichtungen/Institutionen (Beratungsstellen) oder Sportprojekte zur Stärkung des Selbstwertgefühls etc. sind dabei vorgesehen.