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Anna-Schmidt-Schule unterstützt Abhaya Students Shelter in Indien
Die ASS engagiert sich in Zusammenarbeit mit der Karl-Kübel-Stiftung in Bensheim seit 2005 im Rahmen des Bridge-School-Projekts Vikasana (Link zu Vikasana) in Indien. Aufgrund dieses Engagements wurde während der 120-Jahr-Feier der Schule im Jahr 2006 ein großer zusätzlicher Spendenbetrag eingenommen. Am 13.12.2010 hatten nun Schülerinnen und Schüler der Klassen 9d und 8d aus Nieder-Erlenbach im Rahmen eines Besuches von Frau Seethalakshmi von NMCT (Native Medicare Charitable Trust), Leiterin des Abhaya Students Shelter, aus Indien und Frau Tietz von der Karl-Kübel-Stiftung Gelegenheit, sich über den Verbleib dieser Gelder zu informieren. Das Abhaya Student Shelter befindet sich in einem Vorort der südindischen Millionenstadt Coimbatore.
Hier Auszüge aus einem Bericht zweier Schülerinnen, Rebecca Lütz, 8d, und Karina Blättler, 9d:
Da in Indien, im Gegensatz zu uns, ein Großteil der Menschen ungebildet und nicht ausreichend aufgeklärt ist über HIV, ist Aids dort ein großes Problem. Durch die Auswirkungen von Aids sind viele Waisenkinder, die nichts besitzen, auf sich allein gestellt. Bei Familien mit HIV-Infizierten, die nicht arbeiten können, haben sich die Töchter um die Kranken zu kümmern. Auch die Waisenkinder, die dann oft in Elendsvierteln leben, wie aber auch viele andere Kinder in Indien, gehen nicht zur Schule, sondern müssen arbeiten, um für den Lebensunterhalt zu sorgen. Schule und Bildung sind für uns selbstverständlich, aber in Indien noch eine Seltenheit.
Deshalb entschloss sich die gemeinnützige Organisation NMCT, die sich schon seit 1988 hauptsächlich um Frauen, Kinder und seit 2000 auch um HIV-Infizierte Familien kümmert, im Jahr 2006 eine institutionelle Betreuung für diese Kinder zu gründen. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung der Karl-Kübel-Stiftung und der Anna-Schmidt-Schule wurde im Jahr 2007 ein Heim für diese Kinder gegründet, das Abhaya Students Shelter, ein kleines Kinderheim. Es bestand zunächst aus einem kleinen Raum mit Küche. Mit dem gesammelten Geld konnte jedoch ein neues Gebäude gebaut werden. 2010 war der 1. Stock fertig. 16 Mädchen im Alter von 7 bis 15 Jahren leben dort zur Zeit.
Als Dank an die Anna-Schmidt-Schule bekam das indische Heim einen Namen mit den Anfangsbuchstaben ASS, so dass die Abkürzung des Abhaya Students Shelter ASS ist.
Die Kinder lernen nicht nur den ganz normalen Schulstoff, sie haben auch die Möglichkeit, sich wie normale Kinder zu verhalten, z.B. mit Puppen zu spielen, zu malen, zu tanzen, Rad zu fahren und Grußkarten zu basteln. Auch Unterricht am Computer steht auf dem Stundenplan. Die meisten Kinder sehen diesen dort zum ersten Mal; bei uns besitzt fast jeder Jugendliche seinen eigenen PC.
Ausflüge werden ebenfalls unternommen, wenn auch selten, da diese viel Geld kosten. Wenn es dann aber los geht, dann ist die Freude bei den Kindern groß. Dies konnte man auf den gezeigten Fotos erkennen. Die schönsten Ausflüge waren bisher der Besuch eines Wasserparks, des Zoos oder des Flughafens. Da diese Ausflüge immer kostenintensiv sind, haben die Leiter des ASS mit dem Chef eines Wasserparks gesprochen und ihn überredet, dass die Kinder freien Eintritt hatten, ansonsten hätte sich die indische Schule diesen Ausflug nicht leisen können. Im ASS werden auch Feste gefeiert: Deepavali (auch bekannt als Divali/Diwali oder Dipavali, das Lichterfest), Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten und Pongal (indisches Erntedankfest).
Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Kinder in die Schule.
Die Präsentation verlief auf Englisch, man konnte jedoch alles gut verstehen und mitverfolgen. Alles in allem fand ich, Karina, die Präsentation sehr interessant, dass man den Kontrast merken konnte und den Fortschritt, der durch viel Unterstützung möglich geworden ist.